Meereis
Im Unterschied zu den grossen Eisschilden in Grönland und der Antarktis, die auf Landmassen liegen, schwimmt das arktische Meereis auf dem Wasser. Das Abschmelzen des Meereises führt deshalb nicht zu einem Anstieg des Meeresspiegels. Der Rückgang des Meereises führt jedoch zu einer zusätzlichen Erwärmung der Region, da offenes Wasser viel mehr Sonnenstrahlung aufnimmt als Eis, welches die Strahlung zum grossen Teil reflektiert. Die Ausdehung des arktischen Meereises im Sommer hat in den letzten 30 Jahren um rund 40% abgenommen.
Quelle: Climate Press Nr. 25 / Februar 2009
Am 19. September erreichte die Ausdehnung des arktischen Meereises seinen Tiefststand für das Jahr 2010. Es handelt sich dabei um den drittniedrigsten Stand. Das Eis zog sich nicht ganz so stark zurück wie in den Rekordjahren 2007 und 2008; der Wert lag aber deutlich unter jenem des Vorjahres.
> Figur 1: Die Meereisausdehnung für den Monat September für den Zeitraum 1979 bis 2010 zeigt eine Abnahme von 11.5% pro Jahrzehnt. (Quelle: National Snow and Ice Data Center)
> Figur 2: Ausdehnung des arktischen Meereises im September 2010 (Quelle: National Snow and Ice Data Center)
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> Figur 1: Die Meereisausdehnung für den Monat September für den Zeitraum 1979 bis 2010 zeigt eine Abnahme von 11.5% pro Jahrzehnt. (Quelle: National Snow and Ice Data Center)
> Figur 2: Ausdehnung des arktischen Meereises im September 2010 (Quelle: National Snow and Ice Data Center)
Quelle und weitere Informationen: Medienmitteilung des National Snow and Ice Data Center (NSIDC)
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Im Vergleich zu den beiden Vorjahren 2007 und 2008 war die Ausdehnung des arktischen Meereises am Ende des arktischen Sommers etwas grösser. Allerdings blieb sie noch immer deutlich geringer als in den Jahren davor und erreichte den dritt niedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenmessungen 1979. In den vergangenen fünf Jahren wurden die fünf geringsten Eisausdehnungen seit Messbeginn registriert.
> Grafik Arktische Meereisausdehnung
(Source: National Snow and Ice Data Center)
> Ausdehnung des arktischen Meereises 2009
(Source: National Snow and Ice Data Center)
> Grafik Arktische Meereisausdehnung
(Source: National Snow and Ice Data Center)
> Ausdehnung des arktischen Meereises 2009
(Source: National Snow and Ice Data Center)
Geringe Eisbedeckung in der Arktis im Sommer 2008
Pressemitteilung des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung
Pressemitteilung des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung
Am 12. September 2008 betrug die Eisbedeckung in der Arktis 4,5 Millionen Quadratkilometer. Dies ist etwas mehr als die niedrigste jemals beobachtete Bedeckung von 4,1 Millionen Quadratkilometern aus dem Jahr 2007. Wissenschaftler sorgen sich um die Meereisentwicklung, denn das langjährige Mittel liegt 2,2 Millionen Quadratkilometer höher. Völlig unerwartet kam die Entwicklung jedoch nicht. (Foto: Alfred-Wegener-Institut)
> Pressemitteilung Alfred-Wegener-Institut
> Pressemitteilung Alfred-Wegener-Institut
Die meisten Menschen denken an eine allmähliche Erwärmung des Klimas, wenn sie den Begriff «anthropogene Klimaänderung» hören (anthropogen = durch den Menschen verursacht). Es ist jedoch auch möglich, dass besonders starke oder sogar abrupte Klimaänderungen einsetzen. Derartige Prozesse sind mit kritischen Schwellen im Klimasystem, sogenannten Kipp-Punkten verbunden. Bereits geringe Änderungen im Klimasystem können bewirken, dass Kipp-Punkte erreicht werden.
Umweltbundesamt (Hrsg.) 2008. Kipp-Punkte im Klimasystem - Welche Gefahren drohen? Hintergrundpapier. Dessau. 27 S.
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Umweltbundesamt (Hrsg.) 2008. Kipp-Punkte im Klimasystem - Welche Gefahren drohen? Hintergrundpapier. Dessau. 27 S.
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Kann das Polareis dem wachsenden Treibhauseffekt standhalten?
(Climate Press, 2000)
Climate Press Nr. 10 (Deutsch)
Climate Press Nr. 10 (Deutsch)
Die Dicke des über dem Nordpol schwimmenden Polareises nimmt ab. In einer Untersuchung zeigten alle Messpunkte eine durchschnittliche Abnahme der herbstlichen Eisdicke von 3.1 auf 1.8 m, d.h. um rund 40%, während den letzten rund 30 Jahre.
ProClim/ OcCC (Hrsg.), 2000. Kann das Polareis dem wachsenden Treibhauseffekt standhalten? Climate Press. Hintergründe der Klima- und Global Change Forschung, Nr. 10.
> PDF (27 kB)
ProClim/ OcCC (Hrsg.), 2000. Kann das Polareis dem wachsenden Treibhauseffekt standhalten? Climate Press. Hintergründe der Klima- und Global Change Forschung, Nr. 10.
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